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06.04.2013: Charterfeier
Erster INTERACT CLUB im Distrikt 1850

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Nachrichtenbild
Charterfeier des ersten INTERACT CLUB im Rotary Distrikt 1850.





Der RC Oldenburg-Schloss begleitet den INTERACT CLUB Oldenburg bei seinen Aktivitäten.



 



08.04.2013 - Erster Interactclub in 1850

Frisch geschlüpft...

... ist das jüngste Küken der rotarischen Familie: Am Wochenende fand die Gründungscharter des IAC Oldenburg statt, Pate ist der RC Oldenburg-Schloss. 15 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren konnte Präsidentin Katharina Lampkemeier (18) um sich scharen, von ihr stammt auch die Initiative, einen IAC in 1850 zu organisieren. Kennen und schätzen gelernt hatte sie die Idee eines "Rotary Clubs für Jugendliche" während eines Schüleraustausches in den USA. Wieder zurück in Deutschland fand sie sowohl beim RC Oldenburg-Schloss mit Präsidentin Anne Ortgies als auch bei Governor Franz Josef Aka große Bereitschaft, bei der Gründung zu helfen. Das erste Engagement des Clubs: Verkauf von Spielzeug zugunsten behinderter Kinder.



Ausgabe vom 08.04.2013

Urkunde für Interact

Bereits in jungen Jahren Pflichten im sozialen Bereich übernehmen, intensive grenzübergreifende Kontakte pflegen, vor allem aber auch viel Spaß am gemeinsamen Tun haben. Das sind die Vorgaben für die zwölf- bis 18-jährigen Mitglieder eines Interact Clubs. Der erste Zusammenschluss dieser Art im nordwestdeutschen Raum ist am Sonnabend von der ihn tragenden Organisation Rotary International (RI) in die Selbstständigkeit entlassen worden.

Vom 12.12.2012 stammt die sogenannte Charter-Urkunde, die der Governor des rotarischen Distrikts 1850, der Oldenburger Dr. Franz-Josef Aka, der ersten Präsidentin von „Interact Oldenburg“, Katharina Lampkemeyer (17), unter dem Beifall von mehr als 100 Gästen in den Räumen der Kornbrennerei Hullmann überreichte. Unterzeichnet ist die Urkunde vom derzeitigen RI-Präsidenten, dem Japaner Sakuji Tanaka, und der Oldenburgerin Anne Ortgies, Präsidentin des Rotary Clubs Oldenburg-Schloss. Allzeit ein gutes Händchen bei all seinen Unternehmungen wünschte dem jungen Team der Interact-Beauftragte aller deutschen Rotary Clubs, Dr. Peter Braess aus Wesel.




PANORAMA


Interact bekommt Aufwind – auch im Distrikt 1850. Auf diesem Foto sind die Gründungsmitglieder des IAC Oldenburg zu sehen. Die Gründungsfeier fand im April 2013 statt, Pate ist der RC Oldenburg-Schloss. 15 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren konnte Präsidentin Katharina Lampkemeier (18) um sich scharen, von ihr stammt auch die Initiative, einen IAC in 1850 zu organisieren. © Foto: Hauke-Christian Dittrich

ROTARYS JÜNGSTE ZIELGRUPPE

Neue Impulse für Interact


Matthias Schütt


Interact – Rotarys Clubangebot für 12- bis 18-jährige Jugendliche – bekommt wieder Aufwind. Auf einem Interact-Forum des Distrikts 1820 in Gießen berichteten am Wochenende die Vertreter mehrerer Rotary Clubs von konkreten Interact-Gründungsplänen.

Bis zu fünf neue Clubs scheinen möglich. Das ist für Past-Governor Peter Braess (Rotary Club Wesel-Dinslaken) eine gute Nachricht, denn der Beauftragte des Deutschen Governorrates für Rotaract und Interact kennt am besten die vielfältigen Probleme, die Serviceclubs für die Jüngsten im deutschen Rotary zu verankern. „Ich habe zweieinhalb Jahre lang immer wieder für Interact getrommelt“, zieht er eine vorläufige Bilanz seiner Amtszeit: „Jetzt zeigen sich doch einige Erfolge, vor allem im Distrikt 1820."

Dort hat Governor Christof Hottenrott sein Amtsjahr unter das Motto „Jugend und Bildung“ gesetzt und Interact als einen Eckpunkt gesetzt. Gestützt auf die Beauftragte für Neue Generationen, Heidrun Rosendorn (Rotary Club Kelsterbach Rhein-Main International), und Rotaract-Distriktsprecher Benjamin Jung (Rotaract Club Gießen) wurden die Rotary Clubs nachhaltig über Interact informiert. Das Ergebnis: In Bad Homburg und Usingen sind Interact-Gründungen „ziemlich sicher“, in Wiesbaden, Gießen und im Schwalm-Eder-Kreis gibt es konkrete Ansätze. Rosendorn erwartet für die zweite Hälfte des rotarischen Jahres zwei offizielle Clubgründungen.

Das Interact-Forum in Gießen war vor allem für den Gedankenaustausch wichtig, erklärt Benjamin Jung. Denn es gibt ganz unterschiedliche Konzepte, nach denen Interact Clubs aufgebaut werden. Die Grundsatzfrage lautet: school-based oder community-based? Nach dem ersten Konzept wird ein Club an einer Schule verankert, das zweite sieht eine Anbindung etwa an eine kommunale Einrichtung vor, etwa ein Jugendheim. Beide Konzepte haben Vor- und Nachteile, wie Rosendorn erläutert, was am einen Ort funktioniert, kann anderswo grundfalsch sein. Entscheidend sei ohnehin das persönliche Engagement der Rotarier, die die verantwortliche Betreuung der Minderjährigen übernehmen müssen.

Warum Interact in Deutschland so schwer Fuß fasst, erklärt sich aus zwei strukturellen Problemen: Das eine ist die kurze Verweildauer der Jugendlichen in diesen Clubs: Sechs Jahre sind für eine nachhaltige Clubkultur zu kurz. Wachsen die jungen Leute aus Interact heraus, erlahmt oft – das zweite Problem – auch das Interesse der Betreuer, oft ihrer Eltern, die Clubs neu zu beleben. Past-Gov. Braess hat sich die Interact-Liste einmal kritisch angeschaut und festgestellt, dass von offiziell 20 Clubs in Deutschland gerade noch sechs als tatsächlich aktive eingestuft werden können. Er setzt nun vor allem auf junge, gemischte Rotary Clubs, die verstanden haben, dass sie mit Interact nicht nur Rotaract eine Nachwuchsbasis schaffen, sondern auch Rotary.

Erschienen am 17.12.2013


Samstag, 6. April 2013/EM
Letzte Änderung: 28.03.16/EM


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